02. September 17
Reaktionärer, populistischer Scheiß ist reaktionärer, populistischer Scheiß. Auch wenn man ihn zehnmal "Kabarett" nennt. "Das neue Wühlmäuse-Ensemble" ist ein sehr peinlicher Zuwachs der Berliner Kleinkunstszene.
08. Februar 16
Diese fistelnde arrogante Perserin auf Raabs Sendeplatz erklärt umfassend den Zustand der deutschen Unterhaltungslandschaft.
22. November 15
Stimmt leider zu oft: die größten Arschlöcher sind die größten Entertainer.
03. November 15
Scheiße, ist Stefan Raab alt geworden. Es sieht aufrichtig erschreckend aus und es ist komplett nachvollziehbar, dass er aufhört. Von dem Man will sich niemand mehr unterhalten lassen. Wenn man ihn nicht verachtet, möchte man möchte ihm Mitleid aussprechen, aber das ist auch schon alles. nota bene: Böhmermann und Yoghurt und Klaus sind keine Nachfolger. Gegen die ist Stefan noch ein Menschenfreund.
09. Oktober 15
Die Entwicklung neuer Showideen innerhalb bekannter Sendungen hat einst Stefan Raab sehr erfolgreich etabliert. Eine Vielzahl von ProSieben-Shows entstand aus Rubriken oder Ideen in „TV Total“. So kultivierte Brainpool über viele Jahre den Ruf als kreative Keimzelle von ProSieben.DWDLNee, DWDL. Brainpool kultivierte gar nichts. Die kreative Keimzelle von ProSieben war Stefan Raab. Das ist jetzt auch das Problem der Angestellten von Brainpool.
05. August 15
Wertedikussion im Kapitalismus ist nicht nötig, die Realität erzählt alles: die Realität ist, dass ein Kunsthandwerker, also jemand, der ein Handwerk gelernt hat, in seinem ganzen Leben so viel verdient, wie ein beliebiger anderer Mensch, der allein durch Glück (und wahrscheinlich ohne Talent und Rückgrat) beim Fernsehen gelandet ist, mit einem einzigen Werbspotdreh. Wie soll ich jemandem raten ein Handwerk zu lernen oder gar Künstler zu werden? Ich kann ihm doch das Leben nicht als Gestaltungsaufgabe schmackhaft machen, sondern muss ihm zu opportunistischer Geste sowie Glücks- und Zufallsglaube im Sinne des Lotteriespiels raten.
29. März 15
Wer moralisiert, wirkt schnell altklug. Das stört zu allererst diejenigen, die moralisch denken und ihr Denken so gern teilen und die deshalb nach Mitteln und Wegen suchen, das freundlich, und, wenn möglich, unterhaltend zu tun.
Die Bühne war ein solches Mittel. Lest die deutsche Kabarettgeschichte. Im 20. Jahrhunderts war es eine Geschichte, die immer weiterging, dann starben die guten, die mit dem Zeigefinger blieben übrig, und die wollte niemand mehr sehen.
Und dann kamen "NightWash", "Nuhr im Ersten", "Die heute-Show", "Die Anstalt" oder die anderen Formate der einschlägigen Sparten. Eine ganz neue Sparte flutete den Unterhaltungssektor und besetzte nach dem Fernsehen auch die Bühnen: sie schuf sich eigene Stätten wie den "Quatsch Comedy Club" und flutete dann auch Bastionen des Kabaretts wie das Mainzer "unterhaus" oder das Düsseldorfer "Kom(m)ödchen".
Es begann die Fusion von Kabarett und dem, was die Deutschen unter dem Begriff "Comedy" missverstehen.
Kabarett und Comedy (grob gesagt ist das die Sparte, die früher "Klamauk" oder "Blödelei" genannt wurde) werden angesichts einer entpolitisierten Gesellschaft in einen Topf geworfen und es präsentieren völlig desorientierte Protagonisten: Kabarettisten versuchen zu blödeln, um sich beim Klamauk-Publikum beliebt zu machen und das Blödel- und Witzeerzähler-Personal macht ein paar Flach-Jokes über die aktuelle politische Lage, um in Kabarettsendungen eingeladen zu werden. Heraus kommt eine peinliche Suppe von unausgegorenem Mist, der von einem Publikum konsumiert wird, das von Generationen von Anklatschern und Warmuppern daran gewöhnt wurde, zu lachen, wenn nur irgendwo "Kabarett" oder "Comedy" draufsteht.
So kichern sich Ex-Models und QVC-Moderatorinnen durch Witze zur Weltpolitik und ein Stand-Upper posiert auf seinem Plakat mit einem zum Mikrofon umgebauten Maschinengewehr - kaum zwei Monate, nachdem zwei fanatisierte Vorstadt-Terroristen mitten in Europa fast die komplette Redaktion einer Satirezeitung mit Kalaschnikoffs ermordet hat.
All das, weil das Publikum das mitmacht. Das Publikum ist konditioniert eine Humorfarbe zu konsumieren, die die Qualität von Fast Food hat und auch so produziert wird: im Saal und vor den Fernsehern sitzen Menschen, deren Allgemeinwissen gegoogelt ist und verschwindet, sobald das Smartphone in die Tasche gesteckt wird.
Und die Moralisten sehen sich eines ihrer schönsten Werkzeuge beraubt.
Das ist wesentlich effektiver als Big Brother. Also das Szenario aus dem Buch. 1984. Googel' das mal.
Die Bühne war ein solches Mittel. Lest die deutsche Kabarettgeschichte. Im 20. Jahrhunderts war es eine Geschichte, die immer weiterging, dann starben die guten, die mit dem Zeigefinger blieben übrig, und die wollte niemand mehr sehen.
Und dann kamen "NightWash", "Nuhr im Ersten", "Die heute-Show", "Die Anstalt" oder die anderen Formate der einschlägigen Sparten. Eine ganz neue Sparte flutete den Unterhaltungssektor und besetzte nach dem Fernsehen auch die Bühnen: sie schuf sich eigene Stätten wie den "Quatsch Comedy Club" und flutete dann auch Bastionen des Kabaretts wie das Mainzer "unterhaus" oder das Düsseldorfer "Kom(m)ödchen".
Es begann die Fusion von Kabarett und dem, was die Deutschen unter dem Begriff "Comedy" missverstehen.
Kabarett und Comedy (grob gesagt ist das die Sparte, die früher "Klamauk" oder "Blödelei" genannt wurde) werden angesichts einer entpolitisierten Gesellschaft in einen Topf geworfen und es präsentieren völlig desorientierte Protagonisten: Kabarettisten versuchen zu blödeln, um sich beim Klamauk-Publikum beliebt zu machen und das Blödel- und Witzeerzähler-Personal macht ein paar Flach-Jokes über die aktuelle politische Lage, um in Kabarettsendungen eingeladen zu werden. Heraus kommt eine peinliche Suppe von unausgegorenem Mist, der von einem Publikum konsumiert wird, das von Generationen von Anklatschern und Warmuppern daran gewöhnt wurde, zu lachen, wenn nur irgendwo "Kabarett" oder "Comedy" draufsteht.
So kichern sich Ex-Models und QVC-Moderatorinnen durch Witze zur Weltpolitik und ein Stand-Upper posiert auf seinem Plakat mit einem zum Mikrofon umgebauten Maschinengewehr - kaum zwei Monate, nachdem zwei fanatisierte Vorstadt-Terroristen mitten in Europa fast die komplette Redaktion einer Satirezeitung mit Kalaschnikoffs ermordet hat.
All das, weil das Publikum das mitmacht. Das Publikum ist konditioniert eine Humorfarbe zu konsumieren, die die Qualität von Fast Food hat und auch so produziert wird: im Saal und vor den Fernsehern sitzen Menschen, deren Allgemeinwissen gegoogelt ist und verschwindet, sobald das Smartphone in die Tasche gesteckt wird.
Und die Moralisten sehen sich eines ihrer schönsten Werkzeuge beraubt.
Das ist wesentlich effektiver als Big Brother. Also das Szenario aus dem Buch. 1984. Googel' das mal.
